Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LZ LS -77 beschneiden, und das Herz deines Saamens." Gott will haben, daß man die Vorhaut des Her, zens beschneiden oder wegnehmen soll; es ist aber die Vorhaut oder die Verstopfung des Herzens, die böse inst und Begierde. Derohalben heißet der Mensch, welcher den Lüsten und Begierden ergeben ist, ein Unbefchnittener; wer aber den Lüsten und Begierden widerstehet, der ist im eigentlichen Verstände ein Beschnittener zu neu» neu. Denn der Prophet Iscremins nennt die Israeliten, die doch dem Fleische nach beschnitten waren, UnbesiHltttlene, wie es Ier. 9,26. heißet: Das ganze Haus Israel hat ein unbe, schnitten Herz, und Cap. zi,;r — zg. stehet: „Siehe, cs kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ick mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Blind machen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich machte mit ihren Vätern, sondern dies soll der Bund seyn, den ich mit dem Haufe Israel machen will, nach dieser Zeit, daß ich mein Gesetz in ihr jnnwendi-» ges geben und in ihr Herz schreiben will." Das Schreiben des Gesetzes auf das Herz, ist die Ausrottung der bösen Art und Natur; und eine Vertreibung aller Lüste heißt die Beschneidung des Herzens und ist eigentlich die rechte Beschneidunz. — Hieraus können ja die Juden, wenn sie sonst nur wollen, deutlich sehen, wie viel sic sich auf ihre fleischliche Beschneidung einzubilben und was sie sich für Vorzüge des, halb anzumaßen haben. Da nunmehro der Sz alce