Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r;r LS OMW LA' ihre gelehrten und frommen Juden, ( so müssen wir diejenigen nennen, denen das Judenthumnach ihren jeßigeii Begriffen brecht tief ins Herz gepräget ist.) die diese' üble Gewohnheiten an sich haben < sind diese Verfluchungen, Lästerungen, und Beschimpfungen, gar zu tief eingewurzelt, daß es fast schwer ist, sich dieselben abzugewöhnen. Das einzige aber, worinne wir ihnen das Wort reden können, ist diesesdaß wir gestehen müssen, daß dergleichen böse Reden mehr aus einer Übeln Gewohnheit- Leichtsinn und Uebereilung herrühren, als daß ihr Herz auch zugleich aN solchen bösen Reden soll- -te Theil genommen haben. Dieses können wir dadurch beweisen, daß, wenn zum öftern der eine oder der andere Jude mit uns geredet hat, und ihm dergleichen Scheltwort oder Fluch entfahren ister allemal heftig darüber erschrack und es lieber wieder zurück genommen hätte. Es ist leider, eine gar zu alte und zu tief eingewurzelte Gewohnheit bey ihnen, die aber wahrhaftig von den schrecklichen! Verfolgungen herrühret, die sie in den alten Zeiten unter uns ausgestanden haben. Daß aber diese üble Gewohnheit, da sie nämlich den Christen den Fluch anstatt des Grußes geben, sehr alt bey ihnen ist; erhellet aus dem, was im Schevet Ichuda S-z6. C. s. davon berichtet wird. Es lautet daselbst also : Nickolaus Valentinas redete den König, in Spanien, der im Begriff war, sich in einen Krieg zu verwickeln , also an: Ich höre bon Ew.