Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-5° LL *UO LL' fel, anstatt des deutschen Wortes Seid, so ge» schwinde, herzusagen wissen, daß die Christen nicht merken können, und gewiß glauben, der Jude begrüße sie mit den gebräuchlichen Worten: Seyd willkommen. Ferner berichten sie, daß das Wort Loth, so viel als das chal» däische 121^7 Lttt anzeige, und den Fluch bcdeu» te, als wollte er sagen: Verfluchter sey willkornmen. — Daß dieses kein bloßes Vorgeben, sondern als Wahrheit bestätiget sey, fügt Eisenmenger noch hinzu, dies kann ich aus eigener Erfahrung bezeigen. Vor einiger Zeit begleitete mich hier in Frankfürth ein Jude bis an die Thüre sei, nes Hauses unter allen Ehrenbezeigungen; kaum aber hatte ich mich 4 Schritte von seinem Hausse entfernet, so hörte ich die gottlosen Worte von ihm: Lech Leschem Schedim, das ist, gehe in des Teufels Namen. Ich kam zwar darauf noch oft zu diesem Bösewicht, um hebräische Bücher von ihm zu borgen; ich habe ihm aber doch niemals angezeiget, daß ich seine leichtfertigen Worte gehört hätte. Freundlich und höflich nahm er mich allezeit auf, wenn ich ihn besuchte, daß aber sein Herz allemal das Gegen, theil dachte, davon waren seine Abschiedsworte ein sicheres Merkmal. — Von solchen schändlichen Worten hat der Pöbel unter dan Juden noch einen großen Vorrath,