Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2577043-2577056-9903598--3756-2580618- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
248 LL GM LU es nicht erlaubt, die Goim zu grüßen, ober ihnen den Frieden anzuwünschen; denn der Friede ist ein Name Gottes, man sollte also ihnen den Namen Gottes nicht mittheilen. Allein unsere Weisen haben um des Friedens willen (damit nämlich die Christen den Juden nicht schaden sollen,) den Gruß verstattet. Wie aber dieser ihr Gruß beschaffen sey, hiervon werden wir aus dem Bezeigen und Lehren ihrer Rabbiner» gleichfalls belehret werden. In dem Talm. Tr. Gitrin wird erzählet,"daß der berühmte Raf La- Harra, wenn ihm ein Goi begegnet, allemal mit Len Wörter»: Der Herr habe Friede, begrüßet habe. Wie er liber dieses verstanden hak, lehret uns Rabbi Salomon Jarchi in der Auslegung dieser Stelle. Er sagt daselbst : seine Gedanken waren nicht, den Goi Gutes zu wünschen, und die Worte, der Herr habe Friede, waren nicht auf den Gor gerichtet, sondern er meinte mit dem Herrn, seinen Lehrmeister, Rabbi und Herrn. Eisenmenger setzet noch hinzu: Es wird also besagter Raf Laharra mit seinen falschen Grüßen, manche betrogen Hachen, wie mich auch ein Rabbiner zu Amsterdam mit eben diesen Worten zu betrügen gefuchet hat. — Wir achten es vor unsere Pflicht, dasjenige, was Eisenmenger und andere mehr von diesem Artickul aufgezeichnet haben, unfern Lesern mitzusheilen. Es schreibet demnach dieser wider die Juden