Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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22 2 unterfangen hatte, die Götter zu entweihen und zu zerschmeißen? Abraham wieß auf den großen Götzen, der den Stock noch in der Hand hakte, und sagte dabey zu seinem Vater: ein altes Weib brachte mir ein wenig Mehl zum Opfer für alle Götter; dieses legte ich ihnen auch treulich vor. Da aber dieses kaum zur Sättigung eines einzigen hinreichend war, und doch ein jeder das Seinige verlangte; so siengett sie an sich zu entzweyen und endlich gar zu schlagen. DerAel. teste aber von ihnen gerieth in einen so heftigen Zorn, daß er alle seine Gesellen auf das grausamste mit einem Prügel behandelte. Und flehest du nicht, lieber Vater, wie er noch immer voll von Zorn und Grimm die Keule in seiner starken Hand hält? Thara, welchen die Spottreden feiges Sohnes noch erbittert, und in die größte Wuth gebracht hatten, führte seinen Sohn zu den Babylonischen König Nimrod, erzählete ihm die unmenschliche That seines gott, losen Sohnes und verlangte, daß er als ein Gotteslästerer und Zerstöhrer der Gottheiten bestraft werden sollte. Nimrod, welchen die schöne muntere Jugend und das gute Ansehen des Abrahams mit Mitleid und Liebe erfüllt hatten, luchte dieses an sich selbst schwere Verbrechen, dadurch wieder zu mildern, daß er den Abraham bewegte, seine That zu bereuen, und die falschen Götter öffentlich zu verehren und anzubeten. Er befahl ihm, er sollte das Feuer anbetenAbraham wandte ein, ist es denn nicht besser das lVasser