Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS GSG LS S2Z wefser'anzubeten, denn das Wasser löscht ja das Fetter. Thue dieses, antwortete der Monarch. Allein, erwiederte Abraham, gehört denn nicht vielmehr den Wolke»» die göttliche Verehrung, diese können ja das Wasser an sich ziehen und in sich fassen; so bete die Wolken an, sagte Nimrod. Aber ich glaubte, der Wind wäre vornemlich der göttlichen Verehrung würdig, versetzte Abraham, denn dieser zerstreuet die Wolken in einem Augenblick. Wohlan, so de- - müthige dich vor den Wind, schrie der aufgebrachte Monarch. Abraham aber weigerte sich solches zu thun, und stellte mit großer Dreustigkeir und Großmukh dein zürnenden Könige vor, daß die höchste Anbetung eher dem Menschen, als dem Winde zukowme, weil doch der Mensch den allerstärksten Winde widerstehen könne. Nimrod; voll von Zorn und Grimm rief bey dieser Einwendung aus: Ha! du unterfangest dich mich noch zu spotten? ich bete das Feuer an, und dahin will ich dich werfen lassen, alsdenn wollen wir sehen, ob dein Gott, den du verehrest, dich den Flammen des Feuers entreißen werde. Dieser Befehl wurde pünktlich befolget. Abraham wurde in einen glüenden Ofen geworfen. Als Man bey dieser schrecklichen Exekution des AbrahMis altern Bruder den Heran, erblickte, so fragte man ihn, ob er denn auch an die Gottheit seines Bruders glaube und sie verehre? Ich will erst, sprach dieser, den Ausgang meines Bruders erwarten, und kommt dieser glücklich und -