Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Zehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-47 nam an ein Holz aufgehäNget werden sollte, brach der Balten entzwey. Man versuchte es noch öfters, ihn ans Holz zu hängen, aber alles umsonst, kein Holz war stark genug, ihn an sich zu behalten. Seine Jünger sahen dieß als ein Zeichen seiner Unschuld und Helligkeit an, weinten, und schrien: sehet ihr nun noch nicht, wie gerecht unser Herr und Meister sey t Sie wußten aber nicht, daß Jesus noch bcy seinem Koben alle Bäume des gelobten Landes beschworen, und durch Mach: des Schem Hamphörasch so zubebeitet hatte, daß man ihn ail kein Holz anfhän» gen konnte und sollte/ denn er wußte sein Todesurtheil sehr wohl vorausda es s'V. Mos. r i, 22. heißt: , „und du sollst ihm an einen Baum hängenJudas aber sähe gleich die Ursache ein, warum kein Holz ihm zu tragen vermochte. Er sagte dahero zu den Schriftgelehrten: Merket ihr die List dieses Mamsers nicht? Er hat alle Bäume im Lande beschworen, und man wird ihn an keinen einzigen aufhäugen können. Aber mein kluger Rath soll der Sache den Ausschlag geben. Ich habe in meinen Garten ein Rruut, welches sehr große, harte, und dicke Stengel trägt; ich will einen von diesen herbey schaffen lassen, daran wird er ganz gewiß hängen bleiben, denn dieses ist kein Holz, und darauf hat sich auch seine Beschwörung nicht mit bezogen. Die Schrifkgelehrten ließen sich dieses gefallen, und man hängte ihn also an einen Lrunitskeligel. (Was hat denn den Verfasser genöthigct, K 2 eine