Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Zehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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146 »X» » spottunzen setzten -.sie ihn auch eine Krone von Dornen gestochten, aufs Haupt. Jesus von so vielen Plagen abgemattct, und entkräftet, verlangte ein wenig Wasser zu trinken, man.gab ihm aber au dessen state Essig mit Wermuth vermischt; JesuS trank davon, und tchr-e laut: sie geben mir.Gallen zu essen, und Essig zu trinken in meinem Durst. Das Volk aber sagre, bist du Gottes Sohn, warum wußtest du es denn nicht vorher, daß dieses Eßig und kein Wasser war? willst du dich noch nicht bekehren, da du doch schon am Nande des Grabes stehest? Jesus aber weincte und schrie nochmals laut: Mein Gott! mein Gott! warum hast du mich verlassen? .— Errette dich doch, wenn du Gottes Sohn bist? rief ihn, abe.rma! das erbitterte Volk zu, laß uns doch deine Macht sehen, so wollen wir dir glauben l er aber antwortete ganz demüthig; ich muß sterben, denn mein Vlyt gereichet zur Versöhnung aller Menschen, wieJesaias Cap. s?, z. weißaget: „Durch seine Wunden sind wir heil worden." Werauf sie denn Jesu m von der Säule losmachten und ihn vor das versammelte kleine und. große Syncdrimn führ^ ken, wo ihm denn als einen Gotteslästerer und Verführer des Volks dasllrtheil gefallet wurde, daß er erstlich zu Tode gesteiniget, und denn an ein Holz g-changet werden sollte. Dieses Todesurtheil ipard auch wärklich an ihm vollzogen. Als aber der verblichene Leichnam