Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Viertes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2577043-2577056-9903610--3556-2580430- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
es *XO 42 les, was darinnen ist, und hinein kömmt, «n< rein. Da nun in euren Kirchen viel Tobte begraben liegen, so heißt ja das Brod, welches beym Abendmahl gebraucht wird, nach unserm Hesetz« mit allem Rechte, unrein Brod: denn eS wird durch die in der Kirche liegenden Tobten verunreinige^. — Welche nichtige Entschuldigung! Eben dergleichen herrlichen Schluß macht dieser Rabbi, wenn er das heil. Nachtmahl, das. unreine Mahl nennet, Es lausen seine Worte davon also: Daß der abgefallene Mummen schreibt, wir hießen das Nachtmahl Sudaß Tome, daß unreine Mahl, ist eine fälschlich ausgedachte Lügen. Dex Mummen wird vermutlich eine gedruckte Streitschrift gelesen haben, welche einstmals auch ein abgefallener Jude, mit einem andern vor den Augen des pabskes verfertiget hat. Es wird unter andern die Frage: warum die Juden in Rsmanien, das heil. Brod Lechem Dome, d. i. Blutbrod nennen, von einem Juden also beantwortet. Eure Evangelisten, Matthäus, Marcus, und Lucas schreiben ja einstimmig, daß Jesus Von Nazareth bey der Einsetzung -es Abendmahls, selbst zu seinen Jüngern gesaHhabe, daß in dem Brod und Wein , sein Leib und Blut seyn soll. Es kann derowegen dieses Brod, auf Ebraisch, nicht besser und kürzer ausgedrücket werden, als Lechem Dome, Blutbrod, nämlich Brod, in welchem Blut ist. Warum beschuldiget ihr mich? Hat nicht Mrrmmer das weiche