Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Viertes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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MG 5^ Nem gelehrten Juden redet , welcher ein Christ worden ist, also: Es war ein hochverständiger Mann von unserm Volk, welcher seine Religion veränderte, und über welchen das Wasser der Hoffärkigen gegossen, und ein Nazaräer worden ist, und S. 66. C. 2. paraphrasirt er die Worte Esaias 4z, r. „Wenn du durchs Wasser gehest, will ich bey dir seyn," also : diese Worte zielen auf das Wasser der Stolzen, und zwar hauptsächlich auf die Menschen die sich tan-- fen lassen, wenn sie die christl. Religion annehr wen wollen. Es will nämlich Gott so viel sagen : Wenn du lieber Jude schon durchs Wasser gehest (dich taufen läffest,) so sollst du doch nicht durch meine Hand heraus gezogen werden: denn alle Flüsse in der Welt sollen dich nicht weg schwemmen können, daß du meiner Vorsehung solltest entzogen werden können, z) Majim Redeschim, Hure^wasser, anstatt lNajim Aedoschiin, heil. Wasser. Sie geben denen Worten durch Verwechselung eines einzigen Pünktchens eine verkehrte und ganz entgegen gesetzte Bedeutung, und wollen diesen Mißbrauch so gar aus der heiligen Schrift herleiten: So schreibt z. E. Rabbi David Lincht, über 2 B. der Kön. 2Z,^i z. Har Hammaschchis d.i. der Berg des Verderbens, ist nichts anders, als der Har Hammischcha, d. i der Oel- oder Salbeberg; und andere dergleichen Stellen mehr. — Abbarbanel ist unter den Rabbinen der vornehmste, welcher das heil. Taufwasser so läster» D 4 lich