Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Viertes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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rr famkeit, der Große genannt warb, hatte ein Hoffnungsvolles.Söhnlein Elchenan. Diesem Kinde begegnete folgender merkwürdiger Umstand. Die Gchabbes Goie, d.». die Frau, welche den Juden am Sabbath Licht anstecken und einheizen muß -; war eine einfältige und fromme Lusts. ld. i. Christian.) Diese nun, ihren Abgott ein angenehmes Opfer zu bringen, ' machte sich die Gelegenheit zu nutze, und ließ, als einstmals der obgedachte Rabbi, mit allen seinen Leuten, am Sabbath in der Synagoge war, dieses Kind fchmadden,d. i. taufen: Denn ehedem haben die Christen viel auf das SHinndden gehalten; (hier wird aber nicht gemeldet, waS sich anfänglich sowohl mit diesem Kinde, als dessen Eltern zugetragen, sondern es heißt nur,) die Gallochiin oder christl. Geistliche, haben das Kind sorgfältig auferzogen, und es von einer hohen Schule zur andern geschickt, daß es endlich als der gelehrteste Mann seiner Zeit in Rom zum Cardinal erwählet, und zuletzt auf den päpstlichen Stuhl erhoben ward. Da nun aber dieser Pabst bey aller seiner Hoheit, gleichwohl wußte, daß er von jüdischen Eltern herstammte» sein Vater noch lebte, und Rabbiner in Maynz war; so trug er Verlangen sich mit seinem jüdischen Vater zu besprechen. Er fertigte daher, ohne Argwohn zu erregen, ein Decret an den Erzbischof zu Maynz aus, daß er der dasigen Judenschaft bey Lebensstrafe untersagen sollte, den Sabbath zu feyern, die Kinder zu beschnei- D z den,