Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Viertes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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5t 24 »X» 24 den soll, einen Beweis für die Wahrheit ihrer Religion hernrhmen; aber siehe, ist eS wahr, daß das Wasser nicht stinkend wird, so geschieht es des« wegen, weil sie Salz hinein thun : denn zu einer je«" den Schemad,d.i. Taufe, nehmen sie Salz. Es kann auch wohl auf diese Art ganz natürlich zu* gehen, daß eS nicht stinkend wird, weil sie es öfters mit andern Wassern erfrischen, und gleichsam erneuern, denn das Taufwasser wird durch öfter« Gebrauch immer weniger, alsdann gießen sie noch frisches hinzu, und folglich kann es ja nicht stinkend werden. Es ist mir auch ganz -wohl bekannt, daß einige von ihnen, das Wasser zur Taufe erstlich mit Salz abkochen lassen; eitrige aber nehmen gar Thauwasser dazu, welches in Ewigkeit nicht stinkend wird, Man muß ih- Mn aber dieses Geheimniß nicht offenbaren, damit es doch wenigstens die nicht lernen , die es noch nicht wissen, damit sie dadurch in ihren Irr« .thum nur nicht noch mehr bestärket werden. — Weil sie nun.,das Taufwasser Mee Hufchemad nennen, so heißt die Taufe chey ihnen Gchnmd, und der Täufling Mcschumed, und wenn sie sagen wollen: Er hat sich kaufen lassen, so sprechen sie : Er hat sich schmaddett lassen. Die Geschichte, welche Eisenmenger bey dieser Gele- -genheit erzählet/ wollen wir unfern Freunden auch mittheileu. Ein berühmter und frommer Jude, mit Namen Rabbi Schimon, der zu, vMaynz das Rabbiner-Amt bekleidete, und der wegen seiner besondern Frömmigkeit und Gelehr-