Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Viertes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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HL «X» HL §r Wenn die Juden von dem Creutze in ihren Schriften lästerliche Dinge Vorbringen wollen, so nennen sie das Creutz, Gcheßi Vaeref, d. i. werft und durchschlagt! Es geschiehet hauptsächlich nur deswegen, damit die Christen nicht so leicht errathen können, daß das Creutz darunter verstanden werde. So heißt es z. E. in Kad Hakkemach S. 20. C. r. über'die Worte EsaiaS 66, 17. „Die-sich heiligen und reinigen in den Garten, nach einem in der Mitte," die sich heiligen, diese sind die Edomiten oder Christen: denn sie pflegen ihre Finger hin und her zu bewegen, (d. i. wenn die Priester das Creutz mit den Fingern machen, um das Volk zu segnen oder zu heiligen.) Und die sich reinigen, gehet auf die Türken, denn viele haben die Gewohnheit, ihre Hände, Füße, mit» den ganzen Leib öfters zu waschen; aber das Herz, welches doch das Hauptsächlichste ist, waschen sie nicht. Hierinne fol, gen ja auch die Juden dem Exempel der Türken. Nach einem in der Mitte, zielet auf den Scheßi Vaeref d. i. Crucisix, womit sich die Christen heiligen. — Das Taufwasser nennen sie Mee Hasche- »nad, d. i. Wasser der Vertilgung, oder des Verderbens. Diese Benennung findet man öfters in ihren Büchern. So heißt eS z. E. in Mizzachon N. 289. Die Nazzareer wollen daraus, daß das Schmadwasser, d. i. das Taufwasser, ihrem Vorgeben nach nie stinkend wer- D 2 den