Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Viertes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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5» »XO ganz was anders anzeigt, dieses ist gar nichts neues. Sobedeutet das Wort kalt, in der teutscben Sprache frisch, und in der Italienischen heißet Raldo warm. — Von den Glocken finden wir in des Rabbi Bechai seiner Auslegung ver§ B. Moses S 96. C. i . folgende NachrichtIn den Zauberbüchern wird gemeldet, daß, wenn man sich des Wahrsagerqeistes Ob habt bedienen wollen; so hätte ein Weib an der Gruft zu dem Haupte des Tobten, ein Mann aber zu dessen Füßen stehen müssen. Auf der Mitte des Grabes sey ein Knabe gestanden, welcher in seiner Hand eine Glos cke gehalten, die er immer habe bewegen müssen. Diese Gewohnheit wäre nun von den Heyden in das Edomitische Reich, i. Christenheit, gebracht worden, und daher entstunden die Glocken, mit welchen sie auf ihren Thürmcn läuteten. Sie nennen aber die Glocken unreine Galgcriglocken. Wir machen hier unfern Lesern ein Sprichwort bekannt, dessen Eisenmenger bcy dieser Gelegenheit gedenkt, und welches die Juden, wenn man zur Kirche lauter, im Munde führen sollen : Moschech Lochewel jippol Besewel, d. h. der das Seil ziehet (die Glocken läutet) soll in Koth fallen. Oder Bechewel Moschech jippol Bachoschech: Der das Seil ziehet, falle in die Finsterniß, d. i. in . den Abgrund der Hölle. —' Wenn