Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 323 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LL »X» LA z-z zu haben. Er muß in dieser Absicht auch barm» herzig, und mitleidig gegen Arme ssyn. — Kurz, cr muß alle wesentliche Eigenschaften eines gu, ken Hirten haben, der so eine zärtliche Liebe gegen seine Heerde hat, daß er die Schaafe und Lämmer derselben in seinem Busen trägt, u. s. w. — Im dritten Kapitel, heißt es, daß jeder König schuldig gewesen fty, sich ein Gesetzbuch (worunter die? Bücher Mosis zu verstehen sind) nach demjenigen, das im Vorhcfe des Tempels lag, schreiben zu lassen, welches das große Cynedrinm sehr genau durchgehen mußtedamit man nichts fehlerhaftes darinnen finden möchte. Dieses Buch nun mußte der König überall bcy sich tragen, außer nur, wenn er sich an einen unreinen Ort, z. E. ins Bad — begab. Das Gesetzbuch, welches ihm sein Vater, ober Vorgänger überlassen hatte, wurde im Schatz verwahret. — Da es in der Schrift heißt, daß ein König nicht viel Weiber nehmen soll, so lehret die Tradition, daß er nicht mehr als 18 Wei, ber und Kcbsweiber zusammengerechnet haben dürfe; denn wenn er nur eine einzige mehr nahm, so hatte er die Gcißelstrafe verdienet. Doch siund ihm frey, derjenigen, welche sich seiner Liebe unwürdig machte, oder ihm zu mißfallen anficng, den Abschied zu geben, und sich eine andre an ihrer Stelle zu nehmen. —>