Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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z » »X» 22 aus v. 9. und 19. deutlich schlüßen. Es heißt nämlich hier, daß Samuel dem Volke zwar gehorchen, aber ihnen auch zugleich die Vorrechte eines Königes mit Nachdruck einschärfen, und sie vermmhlich dadurch von ihrer Fordrung eine Zeitlang abmahnen sollten. Allein die ungestüme Antwort der Israeliten auf die nachdrücklichen Vorstellungen Samuels war diese: Nicht also! wir wollen einen König haben. —- Wenn ein König eingesetzt werden sollte, so mußte dieses auf Befehl eines Propheten,, und der 70 Aeltesten geschehn. — Niemals durfte man einen König aus den Nachkommen eines Proselyten wählen; es wäre denn, daß er sich «ine jüdische Frau genommen, und mit derselben seine Nachkommenschaft forkgepstanzer hätte. — Eben so durfte kein Weib, als Königin», über Israel herrschen. So wurden auch würkliche Israeliten, die unanständige Profeßionen treiben, als Schlächter, Bader, Barbier, Gerber, u. d. m. von der köm'gl. Würde ausgeschlossen, nicht in der Meinung, als hielte man diese Personen selbst für unwürdig, sondern Wan befürchtete, das Volk würde ihnen die schuldige Ehre, wegen der Handthierung, der sie vorher ergeben gewesen, nicht leisten. —. Die Einsetzung -es Königes geschähe auf die Weise, daß ihn der Prophet, welcher den Auftrag hierzu hatte, salben mußte; und wenn dieses geschehen war» so erbte die Krone auf seine Söhne fort, sy lange nämlich als dieselben weise, got-