Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Eilftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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i/r L 5 »XG eine große goldne Kette, nebst einem goldnen Ringe, auf welchen beydcnder Gcheinhainpbornsch eingegraben war, inqleichen einige Säcke mit Wolle, und einige Schlauche mit alte» guten Weine; und befahl ihm dabcy, mit diesen Sächelchen hinzugehen, und den Afchmadai gefangen zu nehmen. Bcrimrsirh folgte dem Befehle seines Monarchen, und reiste sogleich zu dem oben erwähnten Gebürge hin, untergrub die Ott-'lle des AstHiiiaüat, daß alles Wasser darinnen ablaufen mußte, und verstopfte das gemachte Loch mit der bey sich habenden Baumwolle. Hierauf grub er oben über dem Brunnen ein Loch, goß darein den Wein, stopfte dasselbe gleichfalls mit Baumwolle zu, so, daß man von der ganzen Veränderung nichts merken konnte, (denn das Siegel war unverletzt geblieben,) hierauf stieg er auf einen hohen Baum, um von da herunter alles genau zu beobachten, was Vorgehen würde. Als nun bald darauf Aschmndni ankam, die Siege! unversehrt, und doch hernach Wein statt des Wassers drinnen fand, so rief er aus Sprichw. ro, l. aus: „Der Wem ist ein Spötter, und starker Wein machet Aufruhr. Wer darinnen irret, wird nimmer klug." Er überwand also seinen Durst, gieng fort, und sprach aus Hos. 4, n. „Hurerey, Wem, und Most, nehmen das Herz weg." Indessen plagte doch diesen armen Teufel der Durst so sehr, daß er zu den Brunnen wieder umkehrte, davon trank, und sich in dem darinnen befindlichen Weine