Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Eilftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»X» 24 l?r hernehmen? Hier ist kein anderer Rath, antworteten die Schriftgelehrten, als daß wir einen Teufel und eine Teufelinn beschwören, und sie auefragcn, wo er zu finden sey? Salomo, dem so schon das ganze Heer der bösen Geister unterwerfen war, ließ hier sogleich zwcen Teufel gefangen vor sich bringen, und erkundigte sich Ley ihnen nach dem Aufenthalt des Schamirs. Allein diese Gefangnen versicherten bey ihrer teuflischen Treue, daß ihnen der Ork, wo sich der Schamix anfhielte, ganz und gar unbekannt sey. Vielleicht aber könnte ihr König Afchmadai, vor dem nichts verborgen wäre, hiervon, eine genauere Nachricht geben. Als sich Salomo hierauf nach deck eigentlichen Aufenthalt dieses ihres Königes weiter erkundigte, so sprachen sie: Er studiret täglich mit einem unbeschreiblichen Fleiße sowohl in der untern, als obern hohen Schule, das göttliches Gesetz, und wenn er dom Studiren müde geworden, so gehet er, um sich wieder in etwas zu erholen, auf einen gewissen Berg hin, (der Name desselben ist mir gutem Bedachte verschwiegen, und nur mit N. N. bezeichnet worden.) Daselbst nun hat er sich eine frische Wasserquelle zubereitet, die er aufs sorgfältigste, wenn er davon getrunken, mir einem großen Steine wieder zndeeket, und mit seinem Petschafte versiegelt. Die zween gefangnen Teufel erhielten auf diese Nachricht wieder ihre Freyheik. Salomo ließ nunmehr den Benajah, einen Sohn Jochada, zu sich rufen, überlieferte ihm