Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Eilftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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168 tödte seinen Feind nunmehr außer dem Gare ren. — Eine ähnliche Geschichte liefert uns das Blich Medrafch Tephilliir» S. is.C.2. bey Erklärung des 20. Psalms mit folgenden Worten: Als einst Rabbi Abba, ein Sohn Dostri, über ein Wasser fuhr, so kam ein böser Geist ju ihm, und sprach: Rabbi, stehe, ich halte mich hier bey diesem Strome viele Jahre auf, und habe noch nie einem Mensche» den geringsten Schaden zugefügt. Nun aber kommt ein anderer böser Geist, der mich mit Gewalt von hier verjagen will. Dieser ist aber von so böser Art, daß er gewiß keinen Menschen, der diesen Strom paßi» ret, unbeschädigt vorüber lassen wird. Willst du nun, daß die Sterblichen nicht Schaden leiden sollen, so hilf mir ihn tödten. Wie soll ich dir aber helfen? fragte der Rabbi. Der Geist antwortete: Wenn jener wieder hieher kommen wird, um mich zu vertreiben, so will ich dirs wissen lassen: alsdann komm mit deinen Schülern, und schrcye aus vollem Halse: l,leberantwortet ihn, damit er gerödtet werden könne! der Rabbi, welcher dadurch dem menschlichen Geschlecht einen sehr angenehmen Dienst zu erweisen glaubte, willigte darein; und als er bald darauf von dem Teufel abgerufen wurde, kam er unter Begleitung seiner Jünger, und sprach die obigen Worte mit lauter Stimme aus; worauf ein großes Geräusch erfolgte. Als dieses vorüber war, so sahen sie eine Menge Blut auf dem Wasserfließen,