Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Zehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»X» -55 Daß diese Meinung unter den Juden für Wahrheit angenommen wird, erhellet unter ändern ans folgender Regel, welche man in dem Talm. Tr. Derech» Erey S. 20. C. r. davor» aufgezeichnet findet: Wer an heimliche Oerter gehen will, soll die ihn begleitenden heiligen En, gel also «»reden: Seyd verherrlichet, ihr verehr rungswürdigen Heiligen, ihr Diener des Höchsten! Lobet, und preiset unfern Gott! Bleibet hier auf dieser Stelle stehen! Seyd vorsichtig! Hel» fet mir, und bewahret mich! (vor dem Teufel - Wirket auf mich, bis ich hinein und wieder heraus bin, weil das, was ich jetzo thue, eine noch» wendige, und allen Menschen gemeine Verrichtung ist! —- Hieher gehöret auch, was wir in dem berühmten Sohar 2lbth, 29 lesen: „die ältesten Hiabbinen, heißt cs daselbst, haben verordnet, daß sich die Juden, wenn sie vom Schlafe erwachen, oder aus einem heimlichen Gemach wieder heraus gehen, allemal die Hände waschen sollen x nicht deswegen, weil die Hände dadurch besudelt würden; sondern hauptsächlich darum, weil sich um diese Zeit allemal böse Geister zu dm Menschen geselleken, und auf ihren Händen zu ruhe» pflegten. Wehe dem Menschen, setzet der Verfasser hinzu, der dieses nicht weiß: denn es ist mehr als zu gewiß, daß sich an allen heimlichen Oertery böse Geister aufhalten, welche ihr Vergnügen an unflätigen Dingen finden, und Menschen, dir nicht vorsichtig genug sind, verunreinige