Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Zehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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>54 OXO gehen mußte. (Ohnfehlbar deswegen, daß der Teufel, wenn er ja Schaden verursachen wollte, sich an das Lamm machen möchte.) Doch waren die übrigen Rabbinen nicht ganz mit sei» »er Erfindung zufrieden. Sie meineken: er hätte lieber einen Ziegenbock dazu abrichten sollen» Denn weil der Bock mit dem Teufel einerley Namen führte, (das hebr. Work Gair bedeutet einen Bock, und auch einen Feldteufel,) so sey er ein zuverläßigeres Mittel, wider die An» fälle des Teufels als das Lamm: denn hier würde sich ohne Zweifel ein Bock mit dem andern Herum schlagen: Rabba hingegen, ehe er noch das Haupt der Synagoge ward, ließ sich allemal, wenn er dahin gieng, von deS RafChaßd<r Tochter begleiten, die mit einer Flasche voll Nüsse außen vor der Thüre des heimlichen Gemachs so lange klappern mußte, bis er wieder heraus kam: dieses sollte die Teufel schüchtern machen, und auf den Gedanken bringen, als wenn noch mehrere Menschen mit ihm zugleich da waren. Als er aber nachher wirklich das Haupt der Synagoge wurde, so gieng er in seiner Vorsicht hierinnen noch weiter. Er ließ nämlich in die Thür des heimlichen Gemachs ein großes Loch bohren, durch welches das jetzt genannte Mädgen, welches er mit sich führte, allemal ihre Hand stecken, und sie, während daß er sich darinnen aufhielt, auf sein Haupt legen mußte, damit er gewissermaßen doch nicht ganz allein wäre. Daß