Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Drittes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2577043-2577055-9903559--3128-2580026- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
4» LS *x» LS machte, und auf diese Weise in den Stantz der Möglichkeit setzte, daß sie sich verheyratheir- und für den Anfällen der wollüstigen Juden, de« neu sie sonst immer in der Liebe zu Gebote stehen mußte, sicher stellen konte- Übrigens stund es jedem Herrn frey, mit sei, ueN Sclaven nach eignem GutdHncken Umzüge, hen, siez. E. halb verhungern, das Brod Vörden Thüren suchen zn laßen, u. s. w.denn sie wurden in allen Fällen, als sein Eigenthum angesehen, mit dem er machen konnte, was er wollte, und worinnen die Obrigkeit nicht das mindeste zu sprechen hatte. Indessen ist es doch der Klugheit, und Menschlichkeit gemäßer, daß derjenige, welche«? vermögend ist, Knechte zu halten, gerecht und gütig mit ihnen umgehe, und ihnen ihr ohnedem schon elendes, und kummervolles Leben durch ein hartes, und. unmenschliches Betragen nicht noch peinlicher mache, besonders aber auf keine Weise ihnen ihre Speise vorenthalte.— Unsere weisen und tugendhaften Vorfahren, sagt Maimomdes weiter, Haben so gar ihren Sclaven von dem, was sie selbst äsen und trunken, die gehörigen Portionen zukommcn lassen, ja sie waren darinen so pünktlich, und besorgt, daß sie, noch ehe sie sich selbst zu Tische seßken, vorher chr Gesinde abspeiseten, durch Psalm 12z, 2. dazu ermuntert: „Wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren, und die Augen der Mägde auf die Hände ihrer Frauen sehen, also sehen unsere Augen auf den Herrn, bis er uns genädig werde."