Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2577043-2577053-9903549--3060-2579961- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ssz »x» 24 holet würde, dessen Grab öffnen wollte, man von ihm daselbst üichts weiter, als die bloßen Sterbekleider antreffen würde. (Hätte er doch auch noch die Möglichkeit erkläret, wie ein halbzerstäubter Körper in der noch übrigen Zusammensetzung seiner Theile die Erde durchdringen kann, so hätte er uns vielleicht zugleich einen Schlüssel zur Erklärung der berühmten Vampyrgeschichte geliefert. ) Der Wichtigkeit dieses Lehrsatzes ohngeachtet, giebt es doch einige jüdische Ketzer, unter welchen sich so gar der berühmte Rabbi Menage, Ben Israel, befindet, welche die Meinung von den dreyerley Gattungen der menschlichen Seelen gerade zu verwerfen. Sie sagen nämlich, daß, wenn man auch gnuehmen wollte, daß der Mensch eine dreyförmige, oder Lreyfache Seele besäße, dieses doch nicht von -rey wirklichen Seelen, sondern nur von den drey verschiedenen Wirkungen, oder Kräften einer Seele zn verstehen sey. Allein zum Trotze dieser Ungläubigen haben andere orthodoxe Rabbinen gar fünf Seelen in jedem Leibe angenommen, wie man solches im IalkutLhadasch S. 16;. C. Z. u. §. 17 s. des Buchs Megalle Amikot berichtet findet: Es sind, heißt cs da, fünf Gestalten, oder Formen der Seelen, namentlich: Nephesch R»aH, LIeschomma, Chaijah, d. i. die Lebendige, und Iechiya, d. i. die Einsame.