Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Z?0 LS OX» Der Merichkedierier, wclcher hierauf dm Verbrecher an die Sänke bindet, soll die Worte sprechen: .»Mein Kind, verwirf die Zucht des Herrn nicht, und sey nicht ungedultig über seine Strafe: denn welchen der Herr lieb hat, den strafet er, und hat Wohlgefallen an ihm/ wie ein Vater an seinem Sohne. — So erkennest du ja in deinem Herzen, daß der Herr dein Gott dich gezogen hat, wie ein Vater seinen Sohn zieht. " S. Sprüchw. z, ir. ir.; B. Mos. 8, s. — Indem er ihn schlagt, soll er sich ein-» bilden, als wenn er "M2, an« statt der obersten , oder höchsten Mutter, die ihren Sohn züchtiget, da wäre-. (Mit dieser Benennung wollen sie vermuthlich die ganze Gottheit bezeichnen, welche zwar die Menschen züchtiget , jedoch so, daß sie es ertragen können.) Der Gegeißelte selbst muß unter währender Strafe noch ein langes Gebet sprechen, das sein Sündenbekeuntniß, ingleichen die völlige Vergebung seiner Sünden, und die gewisse Versicherung der göttlichen Gnade, enthält. — Ist die Geißelung zu Ende, so spricht der Gerichtsdiener: „ Deine Missethat ist von dir genommen, und deine Sünde versöhnet worden. Allem Zeug, welcher wider dich zubereilet wlrdHsolks nicht gelingen, und alle Zungen, die wider dich vor Gerichte' auftreten werden, sollst du verdammen, ( d. h. sollst du von dem an dir verübten Unrechte überführen.) Das ist das Erbe der Knechte -eö Herrn, und ihre Gerechtigkeit "von