Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 329 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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LS kx» Zly Muttermilch die übertriebenste Hochachtung, und der strengste Gehorsam g> gen ihre Rabbinen eingeflößt wrrd. Der gemeine Mann unter ihnen hält daher fest und zuversichtlich alle Worte der Robbinen für eben so viel göttliche Aussprüche, welche Mehr R spect, als das Gesetz selbst, verdienen. Denn lehret ihnen chr Talmud nicht, daß sich auch die Gottheit selbst in. gewissen schweren und wichtigen Dingen des Raths rder Rabbinen zu bedien n genöchiget sehe? In dev Auslegung des Rabbi Mennchem von Aeknnat ü er die s Eucher Mos. G. 129. C. z. steht denn folgende Geschickte. Als Rabbi Simeon instmal nach Tiberias meng, und un» terweges von ohngefähr den Propheten EliNS antraf, fragte er ihn, nachdem sie sich beyde auf das zärtlichste mit einander begrüßet harten: Heber welcher Materie Gort jetzo studire? —— Er beschäftigte sich, verletzte der Prophet, da ich von ihm hinweggieng, eben mit der Opferlehre, und brachte bey dieser Geleg> nheik auch deine neuen Lehrsätze, die er vor richtig erkannte, mit vor. Ich komme deswegen von ihm her, um dich in seinem Nahmen schön zu grüßen , und mir zugleich in einer gewissen Sache dein unmaßgebliches Gutachten auszubitten, damit man sich in der hohen Schule des Himmels darnach richten könne. Es erhub sich nämlich unter den Lehrern dieser himmlischen hohen Schule die Streitfrage: ob man auch in jenem Leben essen und trinken werde? wozu die Worte Hohel. Sal.;,r.