Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ror LL OXO Herr Hoherpriester, bade dich einmal.) Das geschähe, und »ach verrichteten Bade trockneten ihn seine zngeordneten Gehülfen wieder ab. — Die Kuh wurde sodann mit Stricken, die aus Mccrschilfe verfertiget waren, fest zusammen gebunden, und so auf den Stoß gelegt, daß zwar der ganze Kopf gegen die Mittagsseite zu lag, jedoch das Gesicht gegen den Abend zu gekehret war. — Hierauf, stieg der Priester auf den Holzstoß gegen Morgen, und wendete sein Gesicht gegen Abend nach dem Tempel zu; schlachtete sodann die Kuh mit seiner rechten Hand, und sieng in das in seiner linken habende Becken ihr Blut auf, welches er mit demüthigen Blicken siebenmal gegen das Allerheiligste des Tempels, auf dessen Thor er sehen konnte, sprengen mußte. Bey jeder Sprengung mußte er die Finger von dem daran gebliebenen Blute ent? weder an dem Rande des Beckens, oder an der Haut der Kuh abwischen, weil das Blut, welches an dem Finger zurücke blieb, zum neuen Sprengen untüchtig war. War die Sprengung vorbey, so wischte er sich die Hände an dem Leibe der Kuh sauber ab, goß das übrige Blut mit auf Len Holzhaufen, neben der Kuh aus, stieg wieder herunter, und zündete darauf das Feuer mit dazu praparirten Spahnen an. " Ein anderes Priester stund in der Ferne, und wartete, bis das Feuer, der Kuh den Wanst aufbrannte. Geschähe dieses, so nahm