Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ros »X» Knaben ihr Amt verwalten sollten, so gieng es damit also zu. Sie mußten sich auf fette, breite Ochsen setzen, welche. (um ja vor Venen verborgenen Gräbern recht sicher zu seyn, denn auch > der bloße treffende Schattendes Erdbodens, in welchem ein Grab war, konnte verunreigen) auf den Rücken mit großen Thüren beleget waren, und sich von denselben bis zu dem Bache Giloher tragen lassen. Hier stiegen sie ab , weil man da keine verborgene Gräber zu befürchten hatte, und schöpften mit ihren steinernen Bechern Wasser. Darauf setzten sie sich wieder auf, und ritten auf ihren Ochsen vollends bis zu dem Tempelberge. Von da giengen sie zu Fuße bis an die Thüre des Vorhofs, vor welcher ein Gefäß mit Asche von v-rkannten Kühen stund. Mit solcher Asche vermischten nun diese Kinder ihr bey sich Habendes Wasser, und besprengren damit den Priester, welcher die Kuh verbrennen sollte. Ob nun schon auf dieser Reise sehr sorgfältig mit diesen Knaben umgegangen wurde, ehe man sie zu diesem Geschäfte zu ließ, so mußten sie ftch doch zu aller Sicherheit noch vorher ich Wasser baden. Das dritte Kapitel redet von der Verbrennung der rochen Kuh. Sie mußte außerhalb der Stadt auf dem Salbberge oder wie wir ihn zu nennen pflegen, dem Oelberae, verbrannt werden. Damit nun die , welche sich mit Ser Kuh beschäftigten, nicht etwa durch einige unter ihren Füssen verborgene Gräber verunreiniget würden,