Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r66 LL GXG Ehe wir hier in der Beschreibung des Jüdischen Meßias, des Sohns Davids, weiter gehen, müssen wir noch zuvor von dem zweyren Meßias, von welchem die Juden träumen, einige Erwähnung thun, weil wir in dem Verfolge dieserMarerie keine bequemereGelegenheit hierzu vor uns sehen. Rabbi Istrac Abuhaf gedenkt in dem berühmten Buche Menorath Hammaor (im 2ten Theile des füften Lichts oder Abschnitts) desselben also: wir sind nicht nur gewiß versichert, daß der König Meßias, welcher sich künftig offenbaren soll, das Reich ^Davids wieder in seinen alten Stand sitzen, den Tempel bauen, die zerstreuten Israeliten zusammenbringen, und lange Zeit leben wird, sondern wir erwarten-, nach den Lehren unserer Rabbinen,auch noch einen andernKönig,(welcher vor dem rechten vorhergehen soll) derselbe ist nicht von dem Saamen Davids, sondern man nennt ihn Len Meßias, Josephs Sohn, er wird ankommen , und im Kriege gctödtet werden. S. auch hiervon den Talmudischen Tractat Succa. S. 52. C. i. wo es noch heißet, daß der Heilige Hochgelobte zu dem rechten eigentlichen Meßias sprechen werde, fodere von mir, was du verlangst, und ich will dirs geben, (nach Ps. 2,8.) „Heische von mir, —) Weil aber der Meßias, (Davids Sohn,) erfahren werde,(daß sein Vorgänger der Meßias, der Sohn Josephs , im Kriege erschlagen worden, so werde er antworten : Herr der Welt, ich bitte um nichts anders,