Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 332 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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SZ2 »XO LK «och die Welt war, ist erschaffen worben. Dieser Meinung treten mehrere Jüdische Gelehrte bey, wie man solches aus dem Medrasch Mischte, S, 57. C. z. ersehen kann, Andere hingegen lehren, daß der Meßias erst nach der Zerstörung des Tempels gebohren worden sty. Unter diese gehöret z. E. Aden Esrn welcher über Es. 52, iz. „siehe mein Knecht wird weislich handeln :" also schreibt : viele (unsrer Lehrer) haben diese Worte von dem Meßia aUsgelegk, weil unsre Vorfahren , stetigen Andenkens, gesagt haben daß der Meßias am Tage der Zerstörung des Tempels gebohren, und mit Ketten gebunden worden wäre. Eben das bestätiget er bey den Worten, Hohel. 7, „Der König ist an die Gänge gebunden: " das ist der Meßias, welcher angebunden ist,! wie es unsre Alten übersetzet haben': denn der Meßias ist an' eben dem. Tage, da Jerusalem zerstöret ward, gebohren worden. Zur Bestätigung dieser Meinung , erzehlet das Buch Nezach Jisrael S. z8. C. i folgendes Geschichtgen: als einsmals ein Jude stinen Acker Mit Kühen pflügte, so trug stchs zu, daß, da eben eins Kuh sehr blöckte, ein Araber seine Straße vorüberzog , und den Juden fragte , vier er wäre? als diesersich ihm kennrbar gemächt hatte, so befahl ihm der Araber daß er sein Joch auflöstn, -und die Pütze frey lassen sollte. Warum soll ich denn das thun? Antwort : Weil euer Tempel zerstöret ist. Woher