Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-52 K-S OXO rusalcm reisen, und daselbst bleiben, bis sie sterben , oder bis der Tempel wieder erbauet wird, indessen sie sich vom Wein, vom Schcermesser und Berührung der Tobten enthalten müssen. Durch diese Conditionen werden unter ihnen die Nasiräer Gelübde wo nicht unmöglich, doch höchst selten gemacht. Wenn man fragt, was die Nasiräer eigentlich vorgebildet? so sind die Papisten sogleich fertig, ihren Mönchsstand darinne zu finden. Allein diese beydcn Stande sind nach jedem Augenscheine nicht weiter von einander unterschieden, als ohngefähr Himmel und Erden. Die gemeine Meinung davon ist, daß die Nasiräer, oder Nazaräer auf Christum gedeutet haben, als welcher Matth. 2, 2z. den Namen Nazaräus führet, wiewohl nicht von dem Nasiraergelübde, sondern von dep Stadt Nazareth. Das ist gewiß, daß man eine Ähnlichkeit in ihrer Tebensart mit der seinigen finden kann. So wie jene heilig und von andern abgesondert waren, also war Jesus der Allerheiligste, unschuldige, unbefleckte und von den Sündern abgesonderte, Ebr. 7, 26. Die Christen haben bald im Anfänge von ihrem Herrn den Namen Nazaräner bekommen, wie aus Apostelg. 24,5. und aus den Schriften der Rabbinen zu ersehen, wo die Christen ordentlicher Weise also genennet werden. Der vierte Abschnitt Hilchus Erachin Vecharmrim von den Rechten