Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LU EX* LU »5» mand krank wurde, oder sonst ein ander Anliegen hatte, so Verlobte er sich auf eine gewisse Zeit dem Herrn, woferne ihm nämlich aus seiner gegenwärtigen Noch geholfen würde; wie man sowohl aus dem Jofephus (!. r. cjobell. r; . - als auch aus i Mace. z, 49 erkennen kann. Nach dem Berichte der Juden soll jeder Vater das Recht gehabt haben, seinen Sohn, wanner r Z Jahr und einen Tag alt war, dem Herrn zu geloben, die Mutter aber habe es nicht gehabt, obgleich das Exempel der Hanna , der Mutter Samuels, 1 Sam. r. dawider zu streiten scheinet; allein die Rabbinen halten dieses Gelübde für unzuläßig , und meinen, Samuel fey nicht verbunden gewesen, sich nach demselben zu richten. Von der Art der Aufhebung eines solchen Gelübdes s. 4 Mos. zo, 7. re. Die Lossprechung eines solchen Nesiraers, dev es nur auf gewisse Zeit gewesen war, geschähe mit allerley Gerimonien, Opfer», Bescheerung des Hauptes, llnkosten und anderen llniständen, deren Erzählung zu weikläuftig wäre. Daß aus der Stelle Apostelg. i8, 18> »Paulus beschor sein Haupt zu Cenchrea, denn er hatte ein Gelübde" nicht folge, Paulus sey ein Nasiräer gewesen, ist daraus zu widerlegen, weil weder die Bescheerung noch das Opfer eines solchen ausser Jerusalem geschehen durfte. Die heutigen Juden können nur unter der Bedingung Nasiräer werden, wenn sie nach Je- . rusalem