Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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24 «X* 24 -'7 gebung erwarten, nach dem Ausspruch: Der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbrauchet. Und dennoch sind die Menschen in dieser Sache so leichtsinnig und unbedachksam, daß die meisten des Tages wohl mehr als hundert mal, ohne irgend eine erhebliche Ursache, den Namen Gottes durch unnützes Schwören und Betheuern bey deniNamcnGottes, entheiligen. Diese Sünde, die in dem Munde der Israeliten so gewöhnlich ist, kann gar wohl die Ursache seyn, daß wir so lauge in unserm Exilio seufzen müssen. Eine Vermuthung, welcher auch Rabbi Bachai in seinem Buche Lat Hakkemach, S. 71. C> r> beystirnmet: Wenn unter den Israeliten, sagt er, keine andere Sünde als der Meineid allein im Schwange gienge, so wäre dieselbe nicht nur hinreichend genung unser Exilium zu verlängern, sondern wir verdienten dadurch/daß uns noch mehr Strafen auferleget würden. Eben derselbe Rabbi lehret an eben diesem. Orte: Wer einem Gor, d. ». fremden Glaubensgenossen einen Eid schwöret, und denselben Übertritt, entheiliget den Namen Gottes. Wir lernen dieses von dem Könige Zedekia, welcher dem Nebucad Nezav, der doch ein Heyde war» seinen Eid nicht hielt, und deswegen von Gott hart gestrafet wurde. Denn Ezech. 17, 16, r 8. heißt es »So wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr, an dem Orte des Königs, der ihn zum O? Könige