Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2577043-2577052-9903512--2446-2579382- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
si6 LL OXG allerbesten sey eS gar nicht zu schwöre» , wenn eS aber geschehen ist, so soll ers doch, ohnerachtet es ihm einigen Nachtheil bringet, hatten. Wer solches thue, würde, wie David sagt, niemals fallen. Dieser borausgeschicktcn Theorie des Mai» moniöes vom Jüdischen Eide, wollen wir auch noch einige Meinungen und Sentenzen anderer Rabbinen beyfügen. Rabbi Issaac Abbuhaf in seinem vortrestichen Buche Menorat ^ammaov , S, iz. C. 4. schreibet: Wer falsch schwöret der-verläugnet sogleich die Wahrheit Gottes. Denn wenn ein Mensch bey dem Haupte oder Leben eines weltlichen Königs, der einsterblicher Mensch ist, schwöret, und sein Wort nicht hält, so har er billig, als einer, dev sich an der Ehre der Majestät vergriffen, den Tod verdienet, llm wie viel mehr ist der Mensch schuldig, seine Zunge zu zahmen, daß er nicht tey dem Namen des Allmächtigen Gottes falsch schwöre, der ein König aller Könige ist, und in alle Ewigkeit lebet. Wir wissen ja, was den Kindern Israel widerfahren ist, als sie den Namen Gottes bey der Geschichte des Kebsweibes zu Gibea öffentlich misbraucheten, nicht weniger daß der hochgelobte Gott, den Cidbruch, welchen der König Saul ay den Gibeoniten begieng, die er wider die zu Josua Zeiten ihnen zugeschworne Sicherheit, hatte tödten lasse», eine Theurung über das ganze Land verhänget hat. Ein solcher, der sich hier vergehet, darf in Ewigkeit keine Vergebung