Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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KS »X» LS '47 Viehes zum Hälse gedehnet werden kann. So bald der Schnitt geschehen ist, must er zusehen, ob er auch die Gurgel und den Schlund beym großen Viehe, und beym kleinen nebst diesen noch die Adern gehörig und wenigstens über die Hälfte durchschnitten habe, und was er für andere genalie Beobachtungen noch mehr vorzunehmen hat. Nach diesem muß er das Messer auf die oben beschriebene Art noch r r mal probiren, und wenn er dasselbe unschartig und den Schnitt regulair befindet, so ist das Vieh bis zur fernern innern Besichtigung koscher. Will er Federvieh schlachten, so geschiehst eS zwar auf eben die Art, daß nämlich der größte Theil der Gurgel und des Schlundes durchschnitten wird, er spricht auch dabey den obigen Seegensspruch, nur ist bey diesem noch sorgfältiger zu beobachten, daß die Seitenadern mit durchschnitten werden. Und weil das Blut von dem Federviehs sowohl als vom Wilde mit Erde bedeckt werden muß, so bauet er vor den Schlachten einen Aschenhaufen auf die Erde nach der Größe oder Menge des Viehes, und gräbst eine kleine Grube darein. Nach diesem nimmt er das Geflügel in die linke Hand, und zwar so, daß er mit dem kleinen Finger die Füsse, mit den andern beyden die Flügel Hält, dainik es sich nicht bewegen kann, den Daumen aber nebst dem Zeigefinger setzet er an das Genicke , schlaget die Federn an den Halse auf beydcn Seiten aus einander, spricht den Seegen, schneidet, lässet, N z wenn