Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Iy6 LK »X» mittleres von ohngefähr 12 Zollen zu dem mittlern Viehe, Schaafen, Kälbern rc. rc. und ein kleineres von 7—8 Zoll zum Federbiche. Diese Messer muß «r genau besehen und vifitiren, da« mit nicht die geringste pegima, d. i. Scharte daran zu finden sey.- Das Schlachten selbst wird also verrichtet. Es werden dem Viehe zuförderst die Füsse zur sammengebunven, nach dem Excmpel Abrahams, -er seinen zum Opfer bestimmten Sohn band; sodann wird es niedergeworfen, der Kopf über» wärtö gezogen, daß der Hals in die Höhe kömmt, und bequem zum Schlachten liege. Der Schlachter probirek wahrender Zeit nochmals sein Messer, laßt die Haare am Orte des Halses , wo der Schnitt geschehen soll, zurücke legen, damit er nicht Durchschneiden müsse, setzt alsdann das Schachtmesser an, und spricht: Ge» lobet seyft du Jehova, unser Gott, König der Welt, der du uns mit deinen Geboten geheiliget, und uns , zu schlachten, befohlen hast. Bey den letzten Worten ziehet er mit dem Messer hin und her, und schneidet die Gurgel, den Schlund, fammt denen dabey liegenden großen Blutadern, durch, wobey er sich in Acht zu nehmen hat, nicht zu tief, bis ins Genicke zu schneiden, weil sonst das Thier zum Essen untüchtig wird, und daß der Schnitt nicht am ««rechten Orte geschehe, nämlich 4 queer Finger von der Brust Hinauf» wärts, bey dem großen Viehe , und von oben herunter, so weit die Spitze des Ohres des Viehe-