Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Zehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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LS «xs LS hcyrathen erlcuibet siy. Auch die Wiktwe seines Bruderssohnes kann man Heyrathen, und unsere Weisen haben festgesetzer, daß es eine r-»"i1LL, Mitzfe, d. i. gutes Werk sey, seine Schwester,oder Bruders Tochter zu Heyrathen, weil es in der heil. Schrift hieße: „von deinem Fleische sollst du dich nickt entziehen." Im dritten Lapitel zeiget er, daß durch die Verschiedenheit der Umstände bey dieser Sünde die Strafe entweder vermindert oder vergrößert werde, wenn z. E. jemand ein Frauenzimmer beschliefe, das einem jungen noch nicht zur Ehe tüchtigen Menschen verlobt, oder deren Mann unsinnig, blind rc. sey, wie dergleichen Fälle zu entscheiden? wie dann auch der Ehebruch überhaupt nach Beschaffenheit der Umstände bald durch den Strang, bald durchs Feuer, bald durch die Steinigung mußte bestraft werden. Für eineVerlobte hatte man dreyerleyStemigungspla- He, es geschähe entweder vor ihres Vaters Hause oder vor der Stadt,od. in dem ordentl.Steinigungs« hofe,welcher zu dieser Execution bestimmet war. Vom vierten bis eilften Lapitel wird von der Monatlichen Zeit der Weiber und von denen Kindbetterinnen gehandelt , von welchen wir in unserm 4ten Bande S. 217. u. f.it. S. 37z. u. f. geredet haben. Das zwölfte ttapitel redet von Vermischungen mit andern Völkern und verordnet einem Juden oder einer Jüdin, die sich durch Hey« rakhen mit andern Völkern, bestecket, die Geis« selung.