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Der Jude · 1770-01-01 · Siebentes Stück (1770) · p. Seite 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Sechster Band (1770)
Issue
Siebentes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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,04 »X» men mit einer Wundergeschichte, welche nach einem pralenden Eingänge also lautet: Damit du dich, geliebter Leser an alles das, was ich gesagt habe, mit festem Glauben halten kannst; will ich dir die große Wundergeschichte vorlegen, die sich in Jerusalem zugetragen, welche in den Schriften des grossen, würdigen und vortreßichen Rabbi Istrac Loria ausgezeichnet ist, und aus welcher du deutlich erkennen wirst, wie die Seelen der wirklich Gottlosen unstat und siüchtig seyn müssen , mit welchen schreckliche» lagen sie heimgeiuchet werden, wie ste zum öftern, um nur einige Ruhe zu haben, in Thier-und Menschen-Leiber fahren, und wie He endlich in der Hölle ihre völlige Strafe leiden. (Wir haben anzuzeigen vergessen, daß nach einigen Rabbinen, die Seclenwanderung vor den Höüenstrafen borhergehe.) Die Geschichte selbst ist folgende: Ein solcher verdammter Geist fuhr zur Zeit des gedachten Istrac Loris in eine Wittwe, welche er über alle Maaßen quälte. Dieser Geist redete alle Menschen,' die aus Neubegierde ihn besuchten, an, und beantwortete eines seglichen , ihm vorgrlegte Fragen. Als nun unter andern einstmals auch ein Schüler des Loris mit zu ihm hineintrat, so sprach der Geist zu ihm: gebenedeyet sey, der da kömmt, mein Herr, mein Lehrer und mein Rabbi! Erinnert sich der Herr nicht , daß ich in Aegypten lange Zeit sein Schüler gewesen bin , ich heiße N. N. und meines Vaters

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