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Der Jude · 1770-01-01 · Siebentes Stück (1770) · p. Seite 99

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Sechster Band (1770)
Issue
Siebentes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 99 (sequence 3)
Language
German
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GX* 99 heit ergreifen zu können, oder daß die Seele in einem andern Körper die Strafe für ihre Sünden empfangen, damit sie nicht in der Seelen — d. i. in der Oberwelt dafür so lange gepeiniget zu werden, brauche. Dieses ist es, was das Weib von Tekoa, rSam. 14,14. sagte: „Und er (Gott) bedenket sich, daß nicht der Verflossene von ihm verstoßen werde." Hieraus also folget, daß wenn die Seele wegen der Strafe für ihre Sünden wandern muß, solches nicht öfterer als z mal geschehe; wenn sie durch diese 3 mal nicht zu Verstände kömmt, so ist alle Hofnung der Besserung verloren. Denn ein dreymal mislungener Versuch Machet keinen neuen nöthig. Wird aber eine Seele blos um der Vollkommenheit willen verseht, daß sie die 6 r z Ver - und Gebote halten soll, so gereichet ihr diese Versetzung zum Besten , und in dieser Absicht kann es wohl tausendmal geschehen. Rabbi MnrmsiHe läßt sich verlauten, daß wenn er sich nicht fürchten müßte, (sich an den Ausspruchs der Cabbalisten zu vergreifen ) er lieber die 3 malige Versetzung annähme, wenn es nämlich in menschliche Leiber geschicht, die Wanderung in Thiere und leblose Dinge aber könne allenfalls tausendmal Wiederholer werden. Und dann könne man den Vers Hiob 33, 39. „dreymal thust du so mit dem Menschen " noch erklären. Jedoch gestehet er, daß er seine Meinung nicht durch Tradition, sondern von sich selbst habe und er überlasse es Gott, ob es die rechte sey, G 2 denn

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