Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Siebentes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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-8. ' OXO . hinweg, und versetzt sie in einen andern, und dieses so oft, bis sie endlich ihre 'Wildheit verlieret und zahm wird, und dieses muß sie doch endlich einmal werden, sollte auch die Versetzung tausendmal geschehen müssen,nachPs. 105,8. „Das Wort har er befohlen auf tausend Glied, " und Hohel. Sal. 8,12. "Nimm dir hm, o Salomo die tausend." Wodurch die tausend unterschiedenen Welten angezeiget werden, in welche Gott selbst die Seelen so lange verpflanzet, bis sie wohl» geratheli, Nach seinen Worten 2 Mos. 20, 6. Rabbi Manasche Israel suchet dieses zu widerlegen , und behauptet durch weitschweifige Beweise, daß die Versetzung nicht mehr als gmal geschehen. Zur Auflösung des Zweifels (welcher aus der Uneinigkeit der Rabbinen in dieser Sache entstehet) führet er einige Cabbakisten an, welche die göttlichen Worte: „Und thue wohl bis ins tausende Glied" nicht von der tausendmaligen Versetzung der Seelen, sondern von der Fortdauer derselben bis ans Ende der Welt verstehen, nachdem Gehcitnniße, welches wir wissen, daß die Welt 6000 Jahre stehen solle. Denn tausendmal fünfzig machen 6000 Jahr. (Wir sehen diese Rabbinische Rechnung nicht ein, indem wir nicht anders wissen, als daß tausend mal fünfzig 50000 machen). Der Endzweck der Seelenwanderung soll diese seyn, daß die Seele immer vollkommen dadurch gemacht werde, alle Gebote Gottes rhun, und endlich den höchsten Grad der Vollkommenheit