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Der Jude · 1770-01-01 · Sechstes Stück (1770) · p. Seite 92

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Sechster Band (1770)
Issue
Sechstes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 92 (sequence 12)
Language
German
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92 LZ sx* LZ gewächse, und leblose Äinge, so wie es jedes Menschen Gottlosigkeit mit sich bringet. Die Gerechten, Frommen und Gelehrten aber, welche um einiger Vergehungen willen, sich dennoch auf die Wanderschaft begeben müssen, werden in Fische relegirt, welches für ein honettes Exilium gehalten wird. Beweis: Bey dem Tode des Gerechten stehet in der heil. Schrift allezeit das Wort , d. i. er ward versammelt. Und 4 Mos. 2, 22. findet sich eben dasselbe Wort, von den Fischen gebraucht. Dies lehret uns durch -ie Anologie, daß in beyden (Stellen die Rede von Gerechten ist, dort von Gerechten über- > Haupt, und hier von Fischen, in welchen gerechte Seelen wohnen. Daher ist es eins der vortreflichften guten Werke, daß man auf dem Sabbate, und besonders, bey der dritten Malzeit, welche eigentlich die rechte Gnadenzeit ist, Fische speise. Eben dasselbe bestätigt auch das Buch Jalcut Lhaddasch, S. >O. C. 4. Dieses Fischessen wird ihnen aber bisweilen versalzen: denn, wenn der Fisch, indem er getödet wird, von ohngefehr einen Laut von sich giebt, welches wohl zu geschehen pflegt, so wird dieser Ton von den leichtgläubigen Juden sogleich für das Klagen einer gerechten Seele gehalten, die sich in diesem Fische befindet, und weit entfernt, daß sie einen solchen Fisch essen sollten ,so wird er viel» mehr, in eine saubre Leinwand gewickelt auf dev Juden Kirchhof ehrlich begraben. Ich

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