Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Sechstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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«XO 9' bäumen lieget, hingegangcn, um auf dem Grabe des Rabbi Iehuva, eines Sohns Ilai sein Gebet zu verrichten, so habe, da er diesem Grabe nahe war, ein Nabe, der auf einem Feigenbäume saß, unaufhörlich kra, kra, kra geschrien. (Gleich ißt als wir dieses schreiben, hören wir einen Raben das nämliche Geschrey erheben, wer weiß, ob es nicht eben derselbe ist.) Hier fragte mich Rabbi Isaac, ob ich einen Menschen gekannt hätte, der Gabbatai geheißen, und allhier Tribureinnehmer gewesen fey. Ich antwortete, daß ich ihn als einen bösen und grausamen Menschen gekannt habe. Seine Seele ist in diesem Raben, versetzte Rabbi Issaac, und eben itzt hat er mir seinen Namen genennet und geklaget, daß er wegen seiner begangenen Grausamkeiten, indem er die Armen öfters ausgepfändet und ihnen das Bette unter dem Leibe weggenommen hätte, in diesen Raben zu seiner größten Pein sey verflossen worden, daher er auch ängstlich bittet, daß ich Gott um seine Erlösung anrufen soll. Hierauf fuhr Rabbi Isaac den Raben an, und sprach : Hebe dich weg, Rosche, ich will für dich beten, und der Rabe flog davon ( der vor unserm Fenster hat sich auch aus den Staube gemacht.) Die sehr gequälten Iudenseelen müssen sich auch in Fische und leblose Dinge verweisen lassen. Es giebt auch noch andere Versetzungen der Seelen, lehret das Buch Emek Hammelech, S. 17. C. z. in reine und unreine Geschlechter, in Erdgewächse,