Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Sechstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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LS *XG LS dem Buche Nischmat Lhajim S. r6. C r. von denjenigen welcher ein Vieh opfert, gesagt wird, daß er zuweilen die Seele eines Menschen mit opfere, welches David Pf. z6, 7. anzeiget, wenn er spricht: „Herr, du hilfst dem Menschen und dem Viehe." find daher ist uns befohlen, daß wir das Vieh mit einen scharfen unschartigen Messer schlachten sollen , weil man nicht, wißen kann, ob nicht eine menschliche Seele darinnen ist; darum ist cs nöthig, daß man es auf eine sanfte Art tödte. Wer nun gar von einem lebendigen Thiere essen wollte, handelt eben so, als ob er das Fleisch seines Bruders äße. Darum ist 5 Mos. > 2, 2 z. verboten: „Du sollst die Seele nicht mit dem Fleische essen.." lind aus eben dem Grunde sagt David, Pf. 22, rr. „ errette meine Seele von dem Schwerdte, (d. i laß nicht zu, daß sie von einem unerfahrnenJudenschlachrer mit einen schartigten Messer gequälet werde.) Meine Einsame von den Hunden "(d i. daß sie nicht in unreine Thiere fahren möge.) Daß endlich die Seelen auch in Vögel oder fliegende Thiere wandern müssen, beweiset das Buch Emek Hammelech S. n. C. 2. mit folgender Geschichte : Rabbi Moses Galante, ^oberster Richter zu Zephak (so nennen die Juden das heutige Jerusalem) hat glaubwürdig bezeuget, daß, als der große und heilige Rabbi Isaac Loria in das heilige Land gc ' mmen, und zu den Brunnen, welcher bey denen Oliven- § s bäumen