Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Erstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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»4 LS *x* LS Wohl hier, als dort bestraft. Bcy dem allen steht es immer noch in der Freyheit des Sünders, Busse zu thun. Allein, möglich sey es, daß ein einzelner Mensch, oder auch eine ganze Gemeine, oder ganzes Land, solche Sünden begehen könne, welche Gott durch ein frühzeitiges Todesurtheil bestrafet, so daß die Strafe selbst ihre Busse verhindert, weil es sein gerechter Wille ist, daß sie in ihren Sünden sterben und umkommen sollen. Dieses wolle Jes. 6, io. ,,Verstocke das Herz dieses Volks, und laß ihre Ohren dicke seyn, und blende ihre Augen, daß sie nicht sehen mir ihren Augen und hören mit ihren Ohren, noch verstehen mit ihren Herzen, daß sie sich bekehren und genesen," und, r Chron. z 6, 16. „Aber sie spotteten der Boten Gottes, und verachteten seine Worte, und äffeten seine Propheten, bis der Grimm des Herrn über sein Volk wuchs, daß kein Heilen mehr da war." Nämlich sie hatten mit Vorsatz und Mukhwillen gesündiget, und ihren Frevel so ge. Häufet, daß sie endlich die Zeit der Busse verscherzt, und sich derselben (Busse) unfähig gemacht hatten. So verhält stchs auch mit dem Pharao, von dem es heißt, daß Gott sein Herz verhärtet habe. Hatte ihn Gott nicht durch den Mose, theils durch kräftige Vorstellungen, theils durch Wunderwerke lange genung zur Busse einladen lassen? Der Heil. Text will also nicht mehr sagen, als daß Gott, da er voraus gesehen, daß kein Mittel mehr an dem Pharao anschlagen werde, ihn in seinen verkehrten Sinn