Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Erstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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KL OX» rr bleibe, wie es der Allwissende vorhergeschen, Denen dienet zur Antwort: Wisse, daß die Grösse der Auflösung dieser Frage länger als die Erde und breiter als das Meer ist. Denn viele tiefe Gründe und hohe Berge sind darinnen enthalten. , So hochtrabend der Anfang dieser Antwort ist, so wenig wird man aus derselben seine Zweifel lösen können, indem alles darauf hinaus kömmt , daß er einen Machtspruch ihut, und meinet, daß Got, tes Gedanken nicht der Menschen Gedanken, und seine Wege nicht unsere Wege wären, (das wissen wir auchgenung eö sey gewiß, daß der Mensch die Wahl zwischen Gut und Böse in seiner Gewalt habe. (Das heißt nichts widerlegt.) Die bessere 'Antwort ist die,daß durchs Vorhersehen eine Sache nicht anders werde, als sie gewesen wäre,, wenn sie niemand vorher gesehen Harts. Denensenigen aber, die sich bemühen, den Satz , daß Gott die einzige Schuld der Tugenden und der Laster der Menschen sey, aus Stellen der H. Schrift zu beweisen und zu befestigen, giebt er zuerst einige Äuslegungsregeln, nach welchen sie. die anstößigen Sprüche der H. Schrifc recht erklären sollen. Man muß nämlich wissen, daß es Sünden giebt, die es gleich mir sich bringen, daß sie noch auf dies-p Welt bestrafet werden, die .Strafe tresse nun den Körper, oder die Güter, oder die Kinder, als das vornehmste Eigenthum des Süudrrs. Andere Sünden sind von anderer, Natur, und ihre Bestrafung wird bis in die ande re Welt verschoben. Noch andere werden so