Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Erstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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LS »X» LS is Sinn hingegeben, und mit seiner Gnade hon ihm abgelaffen. Wollte matt einwenden, daß Gott dem Abraham schon das Schicksal, seiner Nachkommen, und die Härte und Grausamkeit derAegyptier, von denen sie gepeiniget werden sollten, bekannt gemacht haben, und daß Mofts die Abgötterey der Israeliten lange vorher geweissaget Härte; woraus denn folge, daß Gott dieses alles selbst vorher bestimmt habe, daß es so kommen mußte: so merke man dieses zur Antwort, daß Gott freylich die Dienstbarkeit der Israeliten sowohl, als ihre zukünftigen Laster und Abweichungen von ihm, voraus gesehen habe; Allein deswegen har er nicht jedes besondere Subject, sowohl der unter den Aegypkiern, als unter den Israeliten bestimmt, das sich solcher Verbrechen schlechterdings theilhaftig machen müßte. Eben so hat Gott s Mos. > y, i r. gesagt: „es werden allezeit Arme im Lande seyn;" Damit aber nicht vorher bestimmt, wer eigentlich arm oder reich, seyn soll. — (Alle in diesem ohnerachtet glauben doch die Juden das Gegentheil, indem in ihrem Gebete, das sie am Versöhnungstage sprechen, ausdrücklich eine Stelle vorkömmt, in welcher sie Gott zuschreiben, daß er bestimme, wer unter ihnen reich oder arm, glücklich oder unglücklich, verbrannt oder gehenkt werden solle rc.) Im siebenten Capitel beschreibt er die Vortrestichkeit und den Werth der Busse, und tröstet die gar zu groben Sünder, daß sie nicht etwa in ihren Sünden verzweifeln sind meinen sollten, sie könnten