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Der Jude · 1770-01-01 · Erstes Stück (1770) · p. Seite 5

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Journal
Der Jude
Volume
Sechster Band (1770)
Issue
Erstes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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»X» 5 ganze Lebenszeit darinne verharre, und bey Gott immerdar mit Weinen und Flehen um seine Der-, söhnung anhalte, sich nach allen Vermögen guter Werke befleißige, und insonderheit reichliches Allmosen austheile, immer demüthigen und zerknirschten Geistes sey, und nach Beschaffenheit der Umstände sich von seinem ordentlichen Wohnplake weg, und ins Elend begebe; weil das EMum an sich selbst viel zur Versöhnung der Sünden mit beyrxage. Die Sünden, die man wider seinen Nächsten begangen, soll man am besten öffentlich vor der ganzen Gemeine bereuen urd bekennen, denn von einen Stolzen, der diese Demütigung aus Hochmuth unterließe, Heißt es Sprüchw. Sal. 28, i Z. „Wer seine Miffethat zudecket, dem w'irds nicht gelingen," — die unmittelbaren Sünden wider Gott aber, hat man nicht allein «sicht nöthig bekannt zu machen, sondern es ist vielmehr Pflicht dieselben zu verschweigen, Denn ein Mensch, der dieselben andern erzählet, heißt Aßuß ponim, das ist, ein Unverschämter. llnd Ps. z r, l. wird diese Verschweigung in den Worten empfohlen: „Wohl dem, dem die Ueberkretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist." — Zuletzt heißt es noch, daß obgleich der Mensch in beständiger Buffe bleiben müsse, so sey doch die eigentliche und rechte Zeit derselben in den »0. Tagen vom neuen Jahre bis zum Versöhnungsfeste, nach dem bekannten Spruche : „Suchet den Herrn weil er zu finden ist." — Und alle Busse in de«? Az Welt

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