Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 348 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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348 *XG LgL spräche Worte des lebendigen Gottes. Denn beydes könne mit der Zeit vielleicht statt finden. Das Buch Rabboth, im r 4ten Abschnitte über das 4/e B. Mos. S. no. Col. 4. schreibet aus dem ralm. Track. Ehagiga, S. z. Col. r. folgendes: Männer der Versammlungen heissen eigentlich die Weisen, oder Gelehrten, weil sie haufenweise beysammen fitzen und im Gesetze ftudiren. Diese achten ein Ding für rein, welches jene für unrein erklären. Was jene verbieten, halten diese für erlaubt. Was diese für Recht halten, erklären jene für unrecht. Nun möchte vielleicht jemand sprechen: Wenn die Gelehrten selbssnichk unter einander einig find, warum soll ich mich um dergleichen Dinge bekümmernder ich fie noch viel weniger aufs reine bringen werde? Aber hierauf sollst du wissen, daß alle diese Lehren von Einem Führer gegeben worden, fie rühren von Gotr her, der einzige Erhalter hat fie ausgesprochen, fie komalle aus dem Munde des Herrn aller Dinge, wel-, eher in Ewigkeit gelobet sey. Denn 2 Mos. 20, i. Hechtes: „Gott redete alle diese Worte." Daher mache deine Ohren einem Trichter gleich, und schasse dir ein Herz an, welches beyderley Worte anhören und verstehen kann. (d. i. gewöhne dich so, daß du nicht mehr wissest, was wahr,' oder was falsch sey! Deän unter zwey Dingen, da eins das andere aufhebt, muß doch nothwendig eines falsch seyn, oder der Satz vom Widerspruche muß nicht mehr gelten.) Und R. Scrlomon I.rrchi paraphrafirk den n Vers, des 17. Cap^im zten B.