Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 302 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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zor AS OXO AS nicht bekennt, (d. i. der kein Jude ist,i dieselben liefet, gleich anfangs darüber lachen und spotten wird, weil er sie blos nach den Buchstaben, und nicht nach ihrem eigentlichen Sinne verstehet, da .ss dsch gewiß ist, daß unsere Weisendieselben deswegen in Rathset eMgehüllet haben, damit sie dem gemeinen Pöbel verborgen bleiben sollen." Ob nun gleich dom also ist, so bleibt es doch gewiß ganz frevelhaft und gotteslästerlich, daß dergleichen spöttische, niederträchtige, verkleinerlichö sind ärgerliche Dinge von der alter-vollkommensten heiligsten, göttliche» Majestät präöiciret werden. Man entschuldige und erkläre sie nun auch wie -Man immer wolle, so wird doch das höchste Wesen dadurch sichtbar veruNehrt, und sein heiliges Work schändlich geMißbrauchet und verdrehet- , Und zugegeben, daß ihre Fratzen auch einen Verstand hatten, was haben denn die vvrtrcsiichen Philosophen, (wie sie bUnlinoniöes nennt) damit gesuchet, dem Pöbel die Erkenntniß Gottes zu entziehen? welches Mnimonides doch ohne Zweifel selbst mißbilligen MUß, weil er sich bemühet, denen Leuten andere gesündere Begriffe von Gott beyzubrittgen. Und so verlieret man ja die Absichten, der heiligen Schrift, wenn man ihre menschlichen Redensarten, die sie von Gott braucht, nm den Einfältigen verständlich zu seyn, widet ihren Sinn erkläret, und im eigentlichen Verstände annimmt, um daraus die umgereimkesten Folgen zu erzwingen; zu geschweige, daß auch die meisten, und bey den Juden im höchsten Ansehen