Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L>4 *XO LL rsr* fällige Wille bey mir, daß meine Barmherzigkeit meinen Zorn oder Unwillen überwinde, und daß die Eigenschaft meiner Barmherzigkeit alle übrigen überwiege und umfasse, damit ich mit meinen Kindern blos nach der Eigenschaft der Barmherzigkeit umgehe, und ihrentwegcn hinnüber gehe, d. i. über die Schranken des Gerichts, d. h. damit er die Schranken der Gerechtigkeit übertrete, um nur Barmherzigkeit ausüben zu können. In dem Buche Isalkut Thaddasch S.75. C. z. fabulirt Rabbi Berachja, daß Gott vom Anfänge der Schöpfung sich selbst eine Hütte oder Tabernacul in Jerusalem gebaüet habe, darinnen er also, gebetet: Es sey der wohlgefällige Wille bey mir, daß meine Kinder meinem Willen gemäß handeln, daniit ich mein Hauß und Heiligthum nicht verwüsten zu lassen nöthig habe! Itzt aber, da der Tempel zerstöret ist, bete er: Es sey der Wille, daß meine Kinder Busse thun, und sich bekehren, damit ich mein. Hauß bald wieder auf« richken könne! Daß aber Gott sich der Gebetriemen, oder Tephillim, und des Talles oder Deckmantels bediene, erläutern folgende Stellen. In dem talm. Tract. Berachoth, S. 6, Col. i. fraget Rabbi Abbin, ein Sohn Ada, im Namen des Rabbi Issaacs, woher es bewiesen wird, daß Gott die Tephillim, oder Gebetrieme anlege? und antwortet: Daher, weil Jes. 62, 8. gesagtwird: „Gott hat geschworen bey seiner Rechten, und bey T 4 dem