Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2577043-2577050-9903453--2088-2579044- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
»94 LL GXG daß künftig einmal keine Hölle mehr seyn werde, so ist es nur von dem höllischen Feuer, welches am zweeten Schöpfungskage erschaffen worden, zu verstehen. Denn das Loch td. i. der hohle Platz, worinn eigentlich die Hölle nach ihren Lehren sich befindet, und welcher schon vor pem Schöpfungswerke von Gott angeleget worden,) wird künftig gereiniget und geheiliget werden,daß es endlich an Heiligkeit dem Paradiese selbst gleich seyn wird. Alsdenn wird denen Gerechten daselbst ein Tanz zübereitet werden, tvobey der Heilige Hochgelobte selbst die Reihen führen wird, wie solches aus den Worten Ies. Zo. zz. erhellet: „Ja derselbe, (nämlich der Ork, den die heilige SchriftTophee nennet, und damit die Hölle bezeichnen soll,) ist auch dem Könige bereitet." 12) Lehren sie, daß Gott nicht allein bete, sondern sich auch sogar des Gebetriems und Deckmantels bediene. So heißt es z. E. in dem talm. Tractate: Berachoth, S. 7. Col. i. Rabbi Jochannn fragt im Namen des Rabbi Jose: Woher wird es bewiesen, daß Gott bete? und antwortet: Daher, weil Ies. 56, 7. geschrieben stehet : „Dieselben will ich zu meinem heiligen Berge bringen, und will sie erfreuen in dem Hause meines Gebets, (d. i. in meinem Bethhause.)" Warum heißt es denn nicht in ihrem Bethhause? Eben daraus folget, daß Gott einen eigenen Ort habe, wo er sein Gebet verrichte. Aber lieber! was betet er? Raf Sutra, ein Sohn Tobiä antwortet: Gott betet also: Es sey-der wohlgefälli-